Vorsicht vor Druckkostenzuschussverlagen (DKZV)

Als ich vor einigen Jahren erstmals die Leipziger Buchmesse besuchte, fiel mir sofort der Werbespruch eines Messestands auf: »Verlag sucht Autoren«. »Da frage ich doch einmal nach«, dachte ich mir. Es dauerte keine fünf Minuten, bis ich feststellte, dass man mich über den Tisch ziehen möchte. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich bei derartigen Anbietern um sogenannte Druckkostenzuschussverlage, kurz DKZV, handelt. Andere DKZV locken ihre Opfer mit Sprüchen wie »Manuskripte herzlich willkommen«.

Diese Pseudo-Verlage verlangen von unerfahrenen Autoren überhöhte Beträge für die Veröffentlichung ihres Buchs. Merke: Ein seriöser Verlag verlangt niemals Geld. Im Gegenteil: Der Verlag kümmert sich um Cover, Lektorat, Buchsatz, Druck und Vertrieb. Der Autor muss »nur« schreiben. Und wenn er es besonders gut erwischt, erhält er vom Verlag sogar einen Vorschuss.

Im Unterschied dazu muss der Selfpublisher sich um alles selbst kümmern, kann dabei jedoch auf seriöse Dienstleister zurückgreifen, die ebenfalls auf den Buchmessen vertreten sind. Diese Dienstleister verlangen jedoch angemessene Preise für Ihr Angebot. Dafür bleibt dem Selfpublisher vom Verkaufserlös gewöhnlich einiges mehr übrig als dem Verlagsautor, denn auch der seriöse Verlag muss erst seine Kosten decken.

Ich nutze keine Cookies aktiv. Die Cookie-Abfrage erfolgt rein vorsorglich, falls Drittanbieter irgendwelche Cookies verwenden. Ich bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Gerne können Sie „ALLE ABLEHNEN“ anklicken. Frank Rösner